WF Maschinenbau
ANDRITZ Schuler und WF Maschinenbau gehen strategische Kooperation ein

Göppingen/Sendenhorst, 24. April 2026
ANDRITZ Schuler und WF Maschinenbau gehen strategische Kooperation ein
ANDRITZ Schuler Pressen GmbH und WF Maschinenbau und Blechformtechnik GmbH & Co. KG haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich der Herstellung von hochbelastbaren, bodengeschlossenen Präzisionsrohren geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, spezialisierte Umformverfahren zu kombinieren, um technisch anspruchsvolle Hohlkörperkomponenten für systemkritische Anwendungen effizienter zu fertigen.
Integration von Schmieden, Drückwalzen und Einziehen
Gegenstand der Zusammenarbeit sind Anlagenkonzepte für die Produktion von großformatigen Metallhülsen oder Metallhüllen, wie sie in verschiedenen Industrien, darunter auch im Verteidigungsumfeld, zum Einsatz kommen. Dabei werden die Kerntechnologien beider Unternehmen kombiniert: Schmieden mit hydraulischen Pressen (ANDRITZ Schuler) sowie Drückwalzen und Einziehen (WF Maschinenbau), um gemeinsam den höchsten Anforderungen an die ballistische Präzision und Materialfestigkeit zu entsprechen.
Auf Basis geschmiedeter Vorformen von ANDRITZ Schuler erfolgt die weitere Ausformung durch Flow-Forming- und Hot-Spinning-Verfahren von WF Maschinenbau. Diese Kombination ermöglicht eine gezielte Verbesserung der Materialeffizienz und Fertigungsflexibilität bei der Herstellung von dünnwandigen, aber extrem druckresistenten Rohrkomponenten. „Die Zusammenarbeit mit ANDRITZ Schuler ermöglicht es, unsere Technologien gezielt in übergeordnete Anlagenkonzepte einzubringen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für abgestimmte Prozessketten in der Fertigung von großformatigen Metallhülsen“, so Christian Malkemper, Geschäftsführer von WF Maschinenbau.
Vorteile der kombinierten Prozesskette
Die integrierte Prozesskette aus Schmieden/Pressen und Drückwalzen/Einziehen bietet Produzenten von Hochpräzisions-Hohlkörpern entscheidende wirtschaftliche und technologische Vorteile:
- Integrierte Komplettlösung: ANDRITZ Schuler und WF Maschinenbau stellen gemeinsam eine abgestimmte Prozesskette bereit, von der Vorformauslegung bis zum fertigen Hohlkörper.
- Reduzierter Materialeinsatz: Das Gewicht des Ausgangsmaterials reduziert sich je nach Variante um bis zu 15% mit direkten Auswirkungen auf Materialkosten und Beschaffungslogistik.
- Optimierte Materialausnutzung: Aufeinander abgestimmte Prozessschritte maximieren die Materialausnutzung. Spanabhebende Bearbeitung wird auf ein Minimum reduziert.
- Reproduzierbare Innengeometrie: Drückwalzen gewährleistet eine präzise prozessstabile Innenkontur der Hülse, die Grundvoraussetzung für ballistische Zuverlässigkeit.
- Industrielle Skalierbarkeit: Die Anlagen sind für Serienproduktion mit hoher Taktfähigkeit ausgelegt.